Senkungsübersichten

Senkungen entstehen durch die Hohlräume, die der untertägige Abbau durch das Ausrauben von Steinkohle hinterlässt. Anfang der 50er Jahre hat man noch mit Blasversatz gearbeitet. Dadurch wurden die unter Tage entstandenen Hohlräume wieder mit Bergematerial, das bekanntlich überall in der Landschaft aufgeschüttet wird, verfüllt, so dass die Senkungen an der Tagesoberfläche um ca. 40% bis 50% reduziert werden konnten. Ein weiterer Effekt war auch eine Minderung der Bergschäden, wie u.a. eine signifikante Reduzierung von Gebäudeschieflagen. Dieses Verfahren wurde aber schon Anfang der 60er Jahre aus betriebswirtschaftlichen Gründen und der mangelnden Konkurrenzfähigkeit der Deutschen Steinkohle gänzlich aufgegeben.

Schließlich ist es billiger und einfacher, den Bergbaubetroffenen zu schädigen als sich selbst. Da die Politik dieses Spielchen der Bergbaubetreiber offenbar gerne mitgespielt hat, ist der einfache Bürger derjenige, der im wahrsten Sinne des Wortes die Suppe auszulöffeln hat.

Nachstehend die Senkungsübersichten im Abbaugebiet des Bergwerks Lippe gemäß Rahmenbetriebsplan 2006 bis 2010.

Senkungsschwerpunkte bilden sich immer dort, wo der Abbau konzentriert wird. Jeder einzelne Abbau verursacht aber auch einen eigenen Senkungstrog.

Der Begriff der „homogenen Senkung“, der immer gerne in Vorträgen der Bergwerksbetreiber benutzt wird und suggerieren soll, dass die Gebäude, Leitungen und praktisch die gesamte Infrastruktur gleichmäßig und schonend nach dem sog. Fahrstuhlprinzip abgesenkt werden, ist leider ein Trugschluss.

Baufelder-Polsum
 

In dieser Anlage sind die Baufelder Polsum Nord und Polsum Süd abgebildet. Dort befinden sich die Abbauschwerpunkte und damit auch die Senkungsschwerpunkte. Zwischen diesen beiden Abbaufeldern liegt der Ortsteil Altendorf - Ulfkotte.

In der nachfolgenden Anlage sind die Senkungsschwerpunkte in den Abbaufeldern Polsum Nord und Polsum Süd mit einem dicken schwarzen Punkt gekennzeichnet.

Die schwarzen Linien sind die Senkungslinien in Metern. Die äußere Senkungslinie ist die sog. „Nulllinie“ oder Grenze bergbaulicher Einwirkungen. Die gezackte rote Linie kennzeichnet die bergbaulichen Einwirkungen auf die Umwelt gemäß Umweltverträglichkeitsstudie. Warum die Senkungslinien so homogen verlaufen, aber die Umwelteinwirkungen des Bergbaus nicht ebenso gleichmäßig festgelegt werden konnten und weit über die festgelegten Senkungen hinausgehen, sollte jeder Leser dieses Beitrages für sich selbst entscheiden und vielleicht dabei einen Teil der Geheimnisse des Bergbaus lüften. Viel Erfolg!Inzwischen hat sich übrigens herausgestellt, dass die hier prognostizierte Nulllinie vermutlich durchgängig um ca. 1000 m überschritten worden ist. Weitere Informationen und Konsequenzen dazu an anderer Stelle.


Senkungsschwerpunkte 

Die folgende Anlage ermöglicht noch einmal einen Überblick über die Umwelteinwirkungen des Bergbaus (gezackte rote Linie), die Baufelder mit den Senkungsschwerpunkten, Tagesanlagen (u.a. Hürfeldhalde) des Bergbaus, Tagesschächte und Gemeindegrenzen. Bereits hier wird deutlich, dass die Steinkohleförderung in Dorsten ihre Wirkung weit über die Stadtgrenzen hinaus nicht verfehlt.


Die hier zugänglichen Grafiken sind nur ein kleiner Auszug zur Verfügung stehender Dateien, die im Mitgliederbereich aber insgesamt als PDF- Dateien abgerufen werden können.

Senkungsschwerpunkte